Was ist eigentlich Trockenfleisch/Dörrfleisch/Jerky?

Was ist Trockenfleisch/Dörrfleisch/Jerky

Wenn du gerne Fleisch isst, hast sicherlich schon einmal den Begriff „Jerky“ gehört. Doch was genau steckt hinter dem Begriff, der so verspielt und abenteuerlich klingt? 
Es ist die englische Bezeichnung für Dörrfleisch oder Trockenfleisch, dessen Entwicklung fast genauso alt ist wie die Menschheitsgeschichte.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Trockenfleisch/Dörrfleisch ist rohes Fleisch, welches man durch den Entzug von Wasser haltbar gemacht hat.
  • Meistens werden die Fleischstücke mit einer leckeren Marinade oder Gewürzmischung versehen, bevor sie an der Luft zum Trocknen aufgehängt werden.
  • Durch das Trocknen ist das Fleisch über Monate hinweg genießbar
  • Somit ist es der ideale Snack für unterwegs – mit interessanter Geschichte! 

Seit jeher isst der Mensch Fleisch. Daher ist es nicht verwunderlich, dass selbst der Australopithecus (Steinzeitmensch) schon nach Möglichkeiten gesucht hat, Fleisch von erlegten Tieren haltbar zu machen und sich einen Vorrat für maue Zeiten anzuschaffen. 

Auch die Ureinwohner, die im Zeitgeschehen etwas später auf dem amerikanischen Kontinent lebten, kamen auf die Idee, Dörrfleisch herzustellen. So gab es Jerky unter verschiedenen Bezeichnungen auch schon bei den Indianern (Pemmican, mit dem Zusatz von viel Fett) und bei den Inkas (Ch’arki, spanische Abwandlung des Wortes „Jerky“). 

Natürlich wurde Jerky auch in Europa hergestellt und galt besonders in nördlichen Regionen als wertvolle Reserve für harte Winter.

Trockenfleisch ist einfach herzustellen und befindet sich immer in rohem Zustand. Das bedeutet, dass es vor der Zubereitung weder gebraten noch gekocht wird. Am besten gelingt Trockenfleisch, wenn es in dünne, 5 – 7 Zentimeter lange Streifen geschnitten wird. Diese werden dann dementsprechend gewürzt oder in Marinade eingelegt.

Früher kannte man hauptsächlich Salz und Kräuter, um das Fleisch schmackhaft zu machen, heutzutage stehen etwas mehr Möglichkeiten zur Verfügung.

Beef Jerky Brett

Dem Würzen mit Salz ist es auch geschuldet, dass du an fertigem Trockenfleisch manchmal weiße Ränder siehst. Das sind Salzkrusten, die beim Trocknungsprozess entstehen und das Fleisch weißlich aussehen lassen. 

Der große Vorteil von Trockenfleisch besteht darin, dass es auch ohne Kühlung relativ lange haltbar ist. So beträgt die Haltbarkeit bei Zimmertemperaturen bis zu drei Monate, wenn es kühl gelagert wird hält es sich sogar bis zu 6 Monate. Genug Haltbarkeit also, um früheren Zeitgenossen durch einen harten Winter zu helfen.

Im Handel wird es heutzutage luftdicht verpackt, Sauerstoffabsorber unterstützen die Lagerfähigkeit.

Als Konsument hast du die Wahl aus verschiedenen Typen von Jerky.

Es gibt Trockenfleisch, welches nur mit Salz und Pfeffer gewürzt wurde, aber auch Sorten, die vor dem Trocknen in exotischen Marinaden oder Kräutern eingelegt wurden. So ist ein einzigartiges Geschmackserlebnis garantiert. 

Aus welchen Fleischarten kann Jerky gemacht werden?

Ebenso hast du die Wahl bei der Fleischsorte, aus der dein Jerky besteht.

Die Trockenfleischspezialität kann nämlich aus verschiedenen Fleischsorten hergestellt werden! Die bekannteste ist Rindfleischjerky bekannt als Beef Jerky (z. B. von Jack Link’s).

Darüber hinaus gibt es aber auch Trockenfleisch aus Schweine-, Wild-, Geflügel- oder Bisonfleisch.

In Australien und Afrika oder den USA finden sich oft auch Variationen aus Straußenfleisch, Zebrafleisch oder Alligatorfleisch. Klar ist, dass sich der Geschmack dann ein wenig unterscheidet.

Manche Fleischsorten schmecken milder, andere kräftiger – immer jedoch sind sie wertvolle Eiweiß- und Vitamin B12 Quellen.

Interessanterweise gibt es Trockenfleisch auch von Fischen. Die Herstellungsprozedur ist die gleiche und das Ergebnis ähnlich: ein lang haltbares, geschmackvolles Dörrfleisch.

In Ländern, in denen keine normale Rinder- oder sonstige Viehzucht möglich ist, wird Jerky aus dem hergestellt, was dort lebt (z. B. Alligatoren und Strauße in Australien, Rentiere in Lappland etc.). Selbst Hühnerfleisch kann man zur Herstellung verwenden. 

Beef Jerky

Wer von Trockenfleisch redet, meint im Regelfall damit Beef Jerky. Die Mahlzeit, welchen Siedler in Nordamerika aus Rindfleisch hergestellt hatten wurde über die Jahre zu einem der beliebtesten Snacks in den USA.

Beef Jerky

Eine lange ungekühlte Haltbarkeit war zu jener Zeit die wichtigste Eigenschaft von Beef Jerky. Heute gibt es etliche verschiedene Sorten mit Geschmacksrichtungen von süßlich über herzhaft bis extrem scharf.

Verwendet wird sehr mageres Rindfleisch, dass in dünne Streifen geschnitten und anschließend mariniert wird. Über Stunden bei geringen Temperaturen um die 60-70 Grad getrocknet bekommt es die typische konsistenz, sowie ein sehr dunkle rote Farbe.

Aufgrund der Marinaden ist Beef Jerky geschmacklich sehr vielseitig. Die häufigste Geschmacksrichtung ist dabei durch BBQ Soßen geprägt. Diese findet man zum Beispiel bei „Jack Link’s Original“ oder auch „Wild West Honey BBQ„.

Biltong

Ein bekannter Vertreter von Dörrfleisch ist das afrikanische Biltong, das vor allem in Namibia und dem südlichen Afrika gegessen wird.

Ursprünglich stammt das Wort aus dem Niederländischen und setzt sich aus den Begriffen „bil“ (Keule) und „tong“ (Streifen, Zunge) zusammen, was auf frühere Besatzung zurückzuführen ist. Biltong wird aus Rindfleisch und anderen Fleischsorten wie Oryx, Springbock oder Zebra gemacht.

Da in Südafrika früher keine Möglichkeit bestand, Lebensmittel zu kühlen, kamen die holländischen Siedler aus der Not heraus auf die Idee, Fleisch durch den Entzug von Feuchtigkeit haltbar zu machen.  

Traditionell wird Biltong-Fleisch mehrere Stunden lang mariniert, bevor es für einige Tage zum Trocknen an die Luft gebracht wird. Salz ist hierbei eine wichtige Zutat, weil sie dem Fleisch das Wasser entzieht.

Typische Biltong-Streifen sind 10 – 15 Zentimeter lang und manchmal auch in dünnen, kartoffelchipsähnlichen Scheiben erhältlich. Das Fleisch hat eine dunkle und kräftige rotbraune Farbe, die zur Mitte hin heller wird. An der Oberfläche des Fleischs wirst du oft so etwas wie „Krümel“ finden, welche versprenkelte Überreste der Marinade sind.

Biltong Aussehen

Biltong hat einen kräftigen Fleischgeschmack und im Fall von Marinade schmeckt man die unterschiedlichen Aromen meist gut heraus. Allerdings wird Biltong im Gegensatz zu Beef Jerky eher dem „natürlichen“ Geschmack überlassen – während die Amerikaner kärftige BBQ-Marinaden bevorzugen, nehmen die Südafrikaner lediglich ein bisschen Salz, Pfeffer oder Essig zum Würzen. Auch besteht Biltong nicht immer nur rein aus Rindfleisch.

Pemmikan

Die Bezeichnung Pemmikan kommt aus der Sprache der nordamerikanischen Indianer und beinhaltet das Wort „pimii“ (Fett). Traditionell wurde es aus Bison- oder Rindfleisch hergestellt, wobei Fleisch jedoch nicht die einzige Zutat war. Die entscheidenden Bestandteile von Pemmikan sind nämlich Talg und Knochenmarksfett, welches zusammen mit dem Fleisch zu einer energiereichen Paste verknetet wird. Zur Geschmacksvariation wurden von den Indianern früher getrocknete Beeren oder Gewürze untergemischt.

 
 
 
 
 
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Diese Mischung aus Dörrfleisch, Fett und verschiedenen Gewürzen diente als Reiseproviant und gilt auch heute noch als Energiebombe.

Vom Aussehen her kommt Pemmikan dem eines Proteinriegels sehr nahe. In ungeschnittener Form sieht die Pemmikanmasse aus wie ein Laib Brot. Aufgrund der speziellen Kombination von Zutaten bezeichnen Konsumenten Pemmikan als wenig geschmackvoll. Beim Verzehr geht es weniger um Genuss als um die Aufnahme von viel energiereicher Nahrung in kurzer Zeit. 

Pastirma

Bei Pastirma handelt es sich um türkisches Rinder-Dörrfleisch, welches für Türken ein unverzichtbarer Bestandteil des Frühstücks darstellt und auf die frühere Nomaden-Kultur zurückzuführen ist.

Pastirma

Die Überlieferung besagt, dass Reiter der früheren Turk-Völker dünne Rindfleischstreifen unter die Satteltaschen geklemmt haben und sie während ihrer Reise durch den Ritt haben trocknen lassen. Der Name „Pastirma“ kommt nämlich vom türkischen „bastirma et“, was so viel bedeutet wie „gepresstes Fleisch“. Das Fleisch diente als Wegzehrung auf langen Reisen zu Pferd.

Türkisches Rinderdörrfleisch lässt sich sehr gut kauen, da es butterzart ist. Vom Aussehen her kommt es Schwarzwälder Schinken sehr nahe – es wird in feinen Scheiben frisch vom Laib geschnitten und die dunkelrote Farbe ist heller als bei Beef Jerky oder Biltong. Pastirma kann auch aus Ziegen- oder Hammelfleisch hergestellt werden. 

Halal Jerky – Gibt es das?

Der Begriff „halal“ ist mittlerweile auch in Deutschland bekannt und kommt aus dem Arabischen. Er bedeutet so viel wie „erlaubt, zulässig“. Für Muslime gibt es gewisse Vorschriften bei der Nahrungsaufnahme, weshalb sich die Frage stellt, ob es Halal Jerky gibt und du dieses auch konsumieren darfst, wenn du muslimischen Glaubens bist.

So ist Jerky Fleisch nur dann „halal“, wenn das Tier (nach islamischem Ritus) geschächtet wurde, nicht aus Schweinefleisch besteht und auch sonst frei von Verunreinigungen wie Kot, Urin oder Blut ist. Die meisten Trockenfleischarten werden ohnehin aus Rindfleisch hergestellt. Den Herstellern ist bewusst, dass sie größere Kundengruppen erreichen, wenn sie es „halal“ herstellen und verkaufen. So ist beispielsweise die bekannte Marke Jack Link’s mit mehreren Halal Snacks am Markt (die Produkte Beef Jerk, Beef Steak und Chicken Bites sind halal und tragen auch entsprechende Kennzeichnung). 

Bio, vegan (fruit jerky)

Beio Vegan Trockenfleisch

Bio Jerky darf sich das Trockenfleisch dann nennen, wenn es vollständig biologisch hergestellt wurde. Das bedeutet, dass es gängigen Futtermittel- und Haltungsvorschriften entsprechen muss, um das BIO-Gütesiegel zu erhalten. So dürfen sich im Futter nach der EG-Öko-Verordnung beispielsweise keine gentechnisch veränderten Inhaltsstoffe befinden und auf künstliche Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe verzichtet wird.

Das hat für dich als Konsument den Vorteil, dass das Fleisch deutlich frischer schmeckt, insgesamt eine höhere Qualität aufweist und weniger pestizidbelastet ist. Beliebte Marken, die Bio Trockenfleisch anbieten, sind Dörrle, SirLoin und Zimbo Beef Jerky.

Trockenfrüchte (Fruit Jerky)

Wenn du dich vegan ernährst, gibt es auch dafür Alternativen: bei „fruit jerky“ handelt es sich um in Sticks, Streifen oder Scheiben geschnittenes Dörrobst, welches ebenfalls prima als Snack für zwischendurch genutzt werden kann. Bei Obst fällt die Würzung durch Marinaden oder Gewürze natürlich weg.

Top Marken

Jack Link’s

Jack Link's Logo

Die Marke Jack Link’s kommt aus Amerika und ist der wohl bekannteste Beef Jerky Anbieter. Das mag mit der langen Tradition zu tun haben – Jack Link’s ist nach wie vor ein Familienunternehmen und produziert schon seit dem Jahr 1885 Trockenfleisch. Neben dem ursprünglichen Rindfleisch gibt es von der Firma Jack Link’s heutzutage auch andere Fleischsorten zu kaufen.

Indiana Jerky

Indiana Jerky Logo

Die Produkte von Indiana Jerky zeichnet aus, dass sie sich ideal für eine Low-Carb Ernährung eignen. Bei der Herstellung verwendet die Firma nämlich kaum Zucker, so dass das Trockenfleisch relativ kohlenhydratarm ist. Der Geschmack ist daher mild-würzig und wenig süß. Trockenfleisch von Indiana Jerky gibt es auch mit Puten-, Schweine- oder Hühnerfleisch.

Wild West

Wild West Logo

Wild West Beef Jerky wird auf der schottischen Insel „Isle of Lewis“ nach traditioneller amerikanischer Art hergestellt und bietet seinen Kunden interessante Geschmacksrichtungen (z. B. „Chili & Lime“, „Jalapeño“ und „Fajita Spice“). 
Vorteilhaft ist dabei, dass es ohne künstliche Zusatzstoffe produziert wird.

Conower

Cnower Meat Snacks Logo

Die Firma Conower Jerky wurde im Jahr 2004 gegründet und ist auf den europäischen und deutschen Markt spezialisiert. Die Gründungsidee war es, leckeres Trockenfleisch nach indianischer Rezeptur herzustellen und anzubieten. Es wird aus dem Fleisch deutscher Rinder und deutscher Puten hergestellt – auch wenn der Firmenname amerikanisch klingt. Auch hier wird auf Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verzichtet.

Welzheimer Edelfleisch

Welzheimer Edelfleisch Logo

Welzheimer Edelfleisch Jerky wird in Süddeutschland auf sehr natürliche Art und Weise hergestellt – das Fleisch wird an der Luft getrocknet und Geschmacksverstärker sind nicht Teil der Rezeptur. Zu beachten ist allerdings, dass die Haltbarkeit aufgrund des Trocknungsverfahrens eine geringere ist als bei anderen Jerky Produkten.

Safari Biltong

Safari Biltong Logo

Wie es sich für richtiges Biltong gehört, kommt bei Safari Biltong Rindfleisch zum Einsatz. Dieses wird nach afrikanischer Rezeptur hergestellt. Dazu gehört auch eine leckere Marinade!

Grizzly Snacks

Grizzly Snacks Logo

Bei Grizzly Snacks Beef Jerky handelt es sich um Trockenfleisch aus Deutschland. Das Weiderind, von dem das Fleisch kommt, stammt aus renommierten deutschen Betrieben. Auch hier werden keine Konservierungsstoffe und keine Geschmacksverstärker verwendet.

Worch’s Beef Jerky

Worch's Beef Jerky Logo

Die Firma Worch’s Beef Jerky stammt aus Berlin und verwendet zur Herstellung hundertprozentiges Premium-Rindfleisch. Das Unternehmen wurde im Jahr 2013 gegründet und profitierte von dem Wissensschatz, den einer der Gründer in Australien bezüglich der Hersteller von Dörrfleisch erlangte. Das Premium-Fleisch gibt es in exotischen Geschmacksrichtungen.

Lowry’s Dried Meat

Lowry's Dried Meat Logo

Lowry’s Dried Meat kommt ebenfalls aus Deutschland und hat seinen Sitz in Berlin. Es handelt sich um ausschließlich deutsches Rindfleisch, welches glutenfrei, zuckerfrei und ohne Konservierungsmittel hergestellt wird. Das Trockenfleisch ist in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich.

Black Forest Jerky

Black Forest Jerky

Wie der Name schon erahnen lässt, kommt dieses Beef Jerky aus dem Schwarzwald – von süddeutschen Rindern aus nachhaltiger und regionaler Aufzucht. Das Fleisch ist kalt geräuchert und mit einer speziellen Marinade versehen, welche die Firma allerdings geheim hält.

Wild Spartan

Wild Spartan Jerky

Bei Wild Spartan Jerky handelt es sich um Fleisch aus Österreich. Es wurde schonend getrocknet und geräuchert und ist sowohl aus Rindfleisch als auch aus Putenfleisch erhältlich. Das Fleisch beinhaltet weniger als 5 Prozent Fett und weniger als 0,5 Prozent Zucker. 

Beefit Snacks

Beefit Biltong

Das Biltong von Beefit Snacks wird von aus Fleisch von Weiderindern hergestellt, die aus Großbritannien und Irland stammen. Zum Verfeinern des Fleischs wird eine umfangreiche Gewürzmischung verwendet, weshalb Biltong Beef etwas würziger und herzhafter schmeckt.

KauKuh

Kau-Kuh Logo

Die Firma Kau-Kuh bietet ihren Konsumenten Trockenfleisch von Berg- und Weiderind aus dem Oberallgäu an. Für die Würzung des Fleischs werden ausschließlich Meersalz und natürliche Gewürze verwendet. Das Beef Jerky wird anschließend in hauchdünne Scheiben geschnitten.

Craftsman

Craftsman Logo

Die Start-up Firma aus Augsburg stellt Beef Jerky auf traditionelle Art und Weise in Handarbeit her. Dazu wird das Fleisch von Weiderindern aus Bayern verwendet. Geräuchert wird mit Buchenholzrauch.

Ist Trockenfleisch gesund?

Hersteller von Trockenfleisch rühmen sich damit, dass ihre Produkte extrem gesund sind – wie viel Wahrheit steckt darin?

In der Tat ist es sehr gesund, wenn du Beef Jerky & Co. als Snack zwischendurch verzehrst. Die meisten Snacks für unterwegs, die es sonst auf dem Markt so gibt, sind in erster Linie fettig und enthalten viele Kalorien. Trockenfleisch hingegen ist proteinreich und liefert viele Ballaststoffe, Vitamin B12 sowie Zink und Eisen.

Gesundheit mit Trockenfleisch

Es gibt dir Energie und unterstützt eine fettarme Ernährung. Glücklicherweise verzichten viele Hersteller auf den übermäßigen Einsatz von Salz und Zucker.

Trockenfleisch ist besonders geeignet bei:

  • Glutenintoleranz
  • Laktoseintoleranz
  • Diabetes
  • Allergien

Auch für Allergiker und Diabetiker ist es gut geeignet. Wenn du Trockenfleisch mit einer Chili- oder Jalapeño-Würzung isst, hast du zusätzlich den Vorteil, dass durch die Schärfe dein Stoffwechsel angekurbelt wird.

Wie kann man Trockenfleisch selber machen?

Jerky selber zu machen ist kein Hexenwerk, sondern relativ einfach.

Man braucht in der Regel einen Dörrautomat, aber ein Backofen oder Smoker sind genauso gut geeignet. Den Dörrautomat kann man für ca. 30 Euro bei Amazon kaufen.

Das beste Fleisch zum Dörren ist mageres und zartes Fleisch. Am häufigsten werden Rouladen benutzt, aber Filets und Hüftsteaks sind auch sehr beliebt.

Das Fleisch wird in dünne Streifen geschnitten und für 4 – 12 Stunden im Kühlschrank mariniert. Das Dörren dauert in der Regel 6 – 9 Stunden.

So machst du Jerky Schritt für Schritt selbst:

 

Schritt 1: Passendes Fleisch finden.

Empfohlen wird Fleisch vom Bauer zu besorgen, weil dieses Fleisch zarter und ohne Antibiotika ist. Man kann aber natürlich Fleisch aus dem Handel kaufen.

Egal was für Fleisch man nimmt (Rind, Schwein, Huhn, usw.), der Vorbereitungsprozess ist gleich.

Ein gutes Fleischprodukt zum Dörren sind Rouladen, weil sie schon in dünne Stücke geschnitten wurden. Auch passen genauso gut Filets und Hüftsteaks, müssen aber etwas länger verarbeitet werden.

Das richtige Fleisch finden
Fleisch schneiden

Schritt 2: Das Fleisch schneiden

Schneide das Fleisch in gleiche, dünne (3-5 mm) und 3-4 cm breite Stücke. Die Länge der Stücke ist egal, müssen aber im Automat reinpassen. Entferne zudem das Fett und Sehnen vom Fleisch. 

Schritt 3: Das Fleisch marinieren

Du kannst eine fertige Marinade vom Supermarkt kaufen, wie z. B. eine der vielen Marinade-Variationen von Lieferbello, Hot Mamas, Stubb’s oder andere.

Natürlich kannst du aber auch die Marinade selber machen. Es gibt viele Rezepte für Marinaden online, oder du experimentierst selbst. Wir empfehlen aber unseren zwei Lieblings-Marianden auszuprobieren:

Fleisch marinieren

Whiskey Marinade für Beef Jerky

  • 300 ml Sesamöl
  • 10 EL Whiskey
  • 8 EL Sojasoße
  • 5 EL Mangochutney
  • 4 EL kornig pikantes Senf
  • 4 EL Honig
  • 5 Kräuter Mischung (Oregano, Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Basilikum oder ähnlich)

Asiatische Marinade für Chicken Jerky

  • 2 Stücke Ingwer
  • 1 Chilischote
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Limetten (Saft)
  • 5 Kaffir-Limettenbläter oder Limettenabrieb
  • 1 Bund Koriander
  • 3 TL Sesamöl
  • 15 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Honig
  • 3 TL Fischsoße
  • 4 EL Sojasoße

Lasse das geschnittene Fleisch 4 bis 12 Stunden in luftdichte Gefriertüte oder in einer Schale mit Deckel im Kühlschrank marinieren.

Beef Jerky trocknen

Schritt 4: Das Fleisch trocknen

Nachdem Marinieren, sollst du das Fleisch leicht mit einem Küchentuch abtrocknen und in den Dörrautomat einlegen. Wenn du ein Ofen benutzt, hänge die Fleischstreifen über den Grillrost. 

Die Idealtemperatur zum Trocknen beträgt 40 – 60 Grad für 6 – 9 Stunden.

Schritt 5: Das Trockenfleisch lagern

Nach dem Dörren solltest du dein Jerky in eine luftdichte Dose oder im Plastikbeutel für bis zu einem Jahr aufbewahren können.

Am besten schmeckt Trockenfleisch nach 2-3 Tagen.

beef jerky lagern

Wie viel kostet Jerky?

Die Frage nach dem Preis für Jerky kann pauschal nicht genau beantwortet werden. Es hängt viel vom Hersteller ab und auch die verwendeten Zutaten im Besonderen das Fleisch trägt einen großen Anteil am Preis.

Gekauftes Trockenfleisch im Handel wird aber um etwa 5-8 Euro pro 100 Gramm angeboten. 

Auf den ersten Blick ist dies ein sehr teuerer Spaß, der jedoch begründet ist. Mehr dazu findest du in unserem Blogbeitrag „Warum ist Beef Jerky so teuer?“.

Kurz gesagt – da bei der Herstellung von 100 Gramm Trockenfleisch ca. 300 Gramm bestes Rindfleisch benötigt werden, ist der Preis keine große Verwunderung. 

Welche Menge Trockenfleisch sollte man am Tag essen?

Wer auf seine Ernährung achtet und bewusst snacken möchte, für den ist Trockenfleisch eine ideale Lösung. Häufig wird daher die Frage gestellt, wie viel Dörrfleisch pro Tag eigentlich gesund ist?

Durch den geringen Anteil an Kohlenhydraten und Fetten kann man hier gerne etwas mehr vernaschen. Lediglich bei dem hohen Proteingehalt sollte man auf eine Balance achten. 

Die durchschnittliche Menge an Protein am Tag sollte bei ca. 1g pro Kilogramm Körpergewicht betragen. 

Beef Jerky wie das von Jack Link’s Original hat zum Beispiel 42g Proteine auf 100 Gramm. Für einen normalen Menschen von 80 KG sollten also nicht mehr als 200g (8 kleine Packungen) pro Tag vertilgt werden.

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